Der Motor, den ich verwenden wollte, ist ein viertaktender Honda GX390 Nachbau („Klon“). Ich habe ihn bei ebay zu einem gutenKurs gekauft; dafür allerdings ohne E-Starter/ nur mit Seilzugstarter.

eberth motor

EBERTH_Kurbelwellenstumpf

Das schöne an diesem 390 ccm Standardmotor-Klon ist: Ersatzteile bekommt man quasi überall und günstig. Um zu wissen, was genau man benötigt, lohnt sich ein Blick in den digitalen Honda Ersatzteilkatalog.

Erste Frisiermaßnahmen

Da ich das Tuning für den Anfang nicht übertreiben sondern haltbar fahren will, folgten nur leichte Modifikationen am Motor:

-1,2 mm Zylinderkopf planen lassen (durch Moto Schütte), Brennraumgeometrie etwas angepasst (fräsen, polieren; ich), Einlass- und Auslausskanäle etwas aufgeweitet und strömungsgünstiger gefräst & poliert (durch mich), Ventile eingeschliffen (durch mich), härtere Ventilfedern, verstärkte Stößelstangen, Frühzündungskeil („Je nach Motor um 5 – 8 Grad mehr Frühzündung“, sagt Schütte), Demontage des Drehzahlbegrenzers („Governor„) und des Ölstandswarnsensors + Verschluss der Gehäuseöffnungen durch Bolzen (durch mich). Natürlich hat der Motor auch eine vernünftige Zündkerze bekommen, das Originalteil ist nichts Dolles.

Auf dem Plan stand eigentlich noch, das Schwungrad (Polrad) zur Gewichtsreduzierung abdrehen zu lassen. Aber das ist bisher noch nicht erfolgt, da der mir bekannte Dreher nicht ständig verfügbar ist. Ausserdem bin ich nicht dazu gekommen, eine Mikuni Unterdruck-Benzinpumpe zu installieren.

moto schütte

(Copyright der Fotos bei Moto Schütte)

Leichte Bearbeitung von Ein- und Auslass für besseres „Atmen“

  • gerne auch Porting gennannt. Man nehme einen Dremel, am besten noch eine flexible Welle dazu, und verschiedene Fräsköpfe – und schon geht’s los. Ziel ist es, die Kanäle so strömungsgünstig (und ggf. auch größer) wie möglich zu fräsen/ schleifen/ polieren. Jedem ist dabei selbst überlassen, wie weit er es treiben möchte. Ich wollte auf der sicheren Seite bleiben; das Resultat sieht man oben. Die Idee dabei:

Leichte Bearbeitung der Standardventile

Ich habe die Ventilschäfte ganz leicht verschlankt („undercut“) und poliert und zudem den Radius von Ventilschaft zu -teller verändert („backcut“). Das Ganze geht ganz einfach über Einspannen in eine Standbohrmaschine und Schmiergelpapier bzw. mit feinen Feilen. Das kann jeder zu Hause machen. Ich bin dabei im Wesentlichen dieser Anleitung gefolgt.

Ventile_undercut_backcut


Tuning- und Ersatzteile

Für den GX390 findet man das meiste im Kartsportbereich, einfach eine Internetzsuchmaschine benutzen und unter Verlinkungen blättern.


Kupplung

Die Kraftübertragung vom Motor zum Getriebe soll eine Trocken-Fliehkraftkupplung übernehmen. Da ich zufällig zu einem Schnapperpreis an eine 090 Amsbeck Kupplung kam (unter 100 Euro), wurde es eben diese. Allerdings sei erwähnt, dass die meisten Fahrer diese Kupplung für zu klein/ schwach halten; es sollte ihrer Meinung nach in der 13 PS Klasse mindestens eine 110er sein. Die Ziffern stehen für den Wirkdurchmesser: 90 oder 110 mm Innendurchmesser der Kupplungsglocke.

090 amsbeck

Sollte man Reibbacken, Federn oder sonstige Teile für solch eine Kupplung benötigen, so kann man direkt bei der Firma Amsbeck anrufen oder auch bei Moto Schütte kaufen.

AMSBECK-Maschinentechnik GmbH
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