Mein Plan war: Einfach aus Spass Rasenmäherrennen fahren!

Aber, einen Rennrasenmäher bauen, wie macht man das? Und vor allem: mit kleinem Budget!?

Da mir das auch kaum einer sagen konnte oder wollte – schon gar nicht die „geheimen“ Details – möchte ich auf diesen Seiten skizzieren, was ich gemacht habe, um (einen) Renntrecker (der 13PS Getriebeklasse) nach ERWM („Was zum Deibel istERWM?“) zum Rollen zu bekommen. Solange es jemanden inspiriert oder hilft, freue ich mich über Kommentare in den einzelnen Beiträgen.

Grundsätzlich versuche ich so viel wie nur geht mit den einfachen „Baumarktmitteln“, die meine Garage hergibt, zu bewerkstelligen. Klappt bei rund 90% der Arbeiten sehr gut; für den Rest braucht man professionelle Hilfe, z.B. einen Dreher/ Fräser. Sofern man handwerkliches Geschick hat, muss ein paar grundlegende Techniken lernen und man benötigt eine gewisse Grundausstattung an Metallwerkzeug, ohne die es wirklich nicht geht. Ich würde sagen, das hier ist es so ungefähr:

Werkzeug:

  • Ein MIG/ MAG Schweißgerät (gutes Buch dazu). Ich habe ein ISKRA MIG/MAG 150.
  • Eine Flex und massenhaft Trennscheiben (1 mm!). Gut ist auch eine Handeisensäge und/ oder eine Reziproksäge
  • Einen großen Schraubstock an einem ausreichend großen und stabilen Tisch.
  • Mind. 8er – 22er Schraubenschlüssel & Knarre + Nüsse.
  • Ein paar Schraubendreher.
  • Hammer, Zangen (mind. Flach, Spitz, Seitenschneider, Gripzange).
  • Ggf. eine Blechschere.
  • Ein Sortiment an Feilen (am besten von der Firma Dick, mein Tipp)

Material:

  • Vierkantrohre, möglichst ‚dünne‘ Wandstärken und kleine Dimensionen, z.B. 20 x 20 x 1,5 mm oder sowas in dem Dreh.
  • Flachstahl, z.B. 20 x 4 mm und breiter.
  • ggf. ein paar Bleche/-tafeln (z.B. 0,5 bis zu 4 mm Stärke).
  • ein paar Rohre mit Durchmessern zwischen 25 und 40 mm um z.B. Auspuffkrümmer anzufertigen.
  • Schrauben, Schrauben, Schrauben & Muttern und Gewindestangen und Bolzen und Unterlegscheiben. Es müssen Maschinenschrauben sein, 8.8er Festigkeit! Kein Edelstahl oder Bastelmetall aus dem Baumarkt. Die gängigste verwendete Größe wird M10 sein; ebenso wird man aber auch ein paar M8er und M12er benötigen.
  • Schraubensicherung („Schraubenkleber“), am ehesten ‚mittelfest‘. Gibt’s in jedem KFZ-Ersatzteileladen.
  • Steh– und/oder Flanschlager.
  • Gelenkköpfe für die Lenkung.
  • Keilriemenscheiben (für 13 oder 16 mm Riemen), meist für Taper-Spannbuchsen.
  • Vollachse(n) mit Nut, Federkeile.
  • Grundierung + Farbe, vielleicht auch einen Team-Aufkleber.
  • Am besten auch einen Zerspanungstechniker, der mal etwas Drehen/ Fräsen kann.
  • Kiste Bier.

Die Links dienen nur der Veranschaulichung; sicherlich kann man das alles auch wo anders kaufen.

Wenn man alles beisammen hat, überlegt man sich, in welcher Klasse man fahren will. Genaue Erläuterungen zu der Klasseneinteilung findet man u.a. in den Regeln zu Bau & Rennen, die man sich gut durchlesen sollte. Dann muss man sich noch eine Startnummer reservieren (-> eine freundliche Email an info[ädth]erwm.de senden) und die Renntermine abchecken um die Saison zu planen. Will man 13 PS oder Standard fahren, so benötigt man ein originales Aufsitzmäher-Chassis und ein Rasenmähergetriebe. Das bekommt man wahrscheinlich am besten aus den Kleinanzeigen. In den anderen Klassen sind dem Chassiseigenbau wenig Grenzen gesetzt.

Jetzt kann’s losgehen. Alles, was ich bautechnisch unternommen habe/ werde, um (einen) Renntrecker zusammenzubasteln, findet Ihr in den Posts dieses Blog.

Howdy und viel Spass beim Lesen & Basteln – ich hoffe, man trifft sich auf dem Acker!

Jan Fred vom WurstExpress

Im Video werden die englischen Klassen vorgestellt, die es in D so nicht gibt, aber dennoch interessant anzusehen.

Noch ein Tipp für die Wanderung durch die Boxengasse: